Neuigkeiten

21.03.2019: Da ich gerade die Seite umbaue, ist die Charakterseite für Generation IV bis morgen zum Release des neuen Kapitels offline. Die von Generation III befindet sich ebenfalls im Umbau, ist teils also unfertig.

Montag, 30. April 2018

Kapitel 48 - Die Dinge, die wir tun, und deren Auswirkungen II


Warnung! Dieses Kapitel beinhaltet Gewaltdarstellungen. Auch wenn ich auf die bildhafte Darstellung von Blut und exzessive Darstellungen verzichtet habe. Nachfolgendend wieder eine Zusammenassung unterm Spoiler.




 „Jana!“ Jins Stimme hallte schon seit beinahe einer halben Stunde durch den Wald und noch immer hoffte er, dass sie ihm antworten würde. Ihre Stimme, die ihn rufen, die ihm sagen würde, dass alles in Ordnung sei. Dass sie nur die Zeit vergessen oder sich den Fuß in einer Wurzel eingeklemmt hatte. Aber die Stimme seiner Tochter blieb verschwunden, wie sie selber auch.
     Es war inzwischen später Nachmittag und es würde nicht mehr lange dauern, bis die Sonne untergehen würde. Rahn war vor kurzem zurückgekommen und als er gesehen hatte, dass Jana fehlte, war er zu ihrem Vater gegangen. Rahn hatte Jana wohl auf dem Weg zum Wald getroffen und dass sie noch immer nicht zurück war, bereitete ihm Sorgen. Und nicht nur ihm.
     Jin traute seiner Tochter einiges zu, aber er konnte auch nicht verleugnen, dass er manchmal Angst um sie hatte. Er hatte gehofft, dass es besser werden würde, wenn sie nicht mehr so klein war, aber es war eher noch schlimmer geworden. Seitdem sie zur Frau herangewachsen war, wollte er sie am liebsten gar nicht mehr aus dem Haus lassen.


 Dana sah nicht minder besorgt aus, als er zu ihr hinüber sah. Sie erwiderte seinen Blick und er wollte zu ihr gehen, um sie in den Arm zu nehmen. Ihr sagen, dass alles gut werden würde. 
     Doch da meldete sich Rahn plötzlich zu Wort, der bislang mit der Spurensuche beschäftigt gewesen war. „Ich glaube, ich habe Fußspuren gefunden“, verkündete er.
     Er musste sie nicht zweimal bitten. Die Eltern nickten und er ging voran, um ihnen den Weg zu weisen.


Er führte sie ein Stück weit durch den Wald, bevor sich linkerhand eine Lichtung auftat. Zunächst dachten sie, dass sie verlassen war, aber dann kam eine kleine, helle Gestalt in Sicht, die zusammengekauert an einem Baum hockte. Rahn durchfuhr es eiskalt, als er das sah und er wusste, dass es Jin und Dana ähnlich ging, die ihn in diesem Moment überholten und zu ihrer Tochter rannten.
     Ein Schwall heller, blonder Haare, die im abendlichen Sonnenschein beinahe weiß waren, war alles, was sie einhüllte. Ihre Schultern bebten und ihr Gesicht war tränenüberströmt, als sie es jetzt hob. Sie versuchte, ihre Eltern anzusehen, aber die Weinkrämpfe, die sie durchschüttelten, machten ihr das unmöglich. Ihre eigenen Arme umklammerten sie schützend.


„Jana!“, hörte sie ihre Mutter erstickt sagen.
     „Nicht…“, presste Jana hervor. „Kommt nicht näher!“
     Sie wusste, dass sie da waren. Sie konnte sich ihre Gesichter vorstellen und sie wollte tapfer sein. Sie wollte nicht, dass man sie so sah. Aber sie konnte einfach nicht aufhören zu weinen und zu zittern. Die Angst hatte sie noch immer fest im Griff. Ein heftiger Schmerz durchfuhr sie und sie musste sich wieder zusammenkrümmen.
     Einen Moment nur gewann die Welt um sie herum wieder Festigkeit, bevor ihre Sicht erneut verschwamm. Alles, was sie noch hören konnte, war, wie ihre Mutter mit ihr zu weinen begonnen hatte.


„Wer auch immer das war… ich werde ihn töten!“, versicherte Jin jetzt schon zum dritten Mal.
     Seitdem sie zurückgekommen waren, erging er sich darin, was er mit dem Mann anstellen würde, der seine Tochter geschändet hatte, während Dana nichts anderes getan hatte, als zu weinen. Elrik war nur froh, dass sie Jana das erspart hatten. Sie war gleich nach drinnen verschwunden und er hatte gesehen, dass sie sich hingelegt hatte.
     „Wir werden alles tun, um herauszufinden, wer es war, das schwöre ich euch!“, hörte er jetzt seinen Vater versichern.
     Elrik wusste nicht, ob er hoffen sollte, dass er damit erfolgreich war oder nicht. Er wusste, dass der Mann, der Jana so etwas Unsagbares angetan hatte, bestraft gehörte, aber er hatte die Befürchtung, dass bald Dia Hell ins Visier geraten würde. Sie alle trauten es ihm schließlich zu. Elrik auch, aber er wollte keine voreiligen Schlüsse ziehen, bevor es nicht auch feststand, dass er es tatsächlich gewesen war. Er befürchtete nur, dass seinem Vater das inzwischen egal sein würde. Hauptsache jemand bezahlte dafür.
     So oder so, es würde jedenfalls alles sehr viel komplizierter machen.


Da erschien plötzlich Rahn auf der Bildfläche, der bislang nur schweigend vor sich hin gestarrt hatte.
     „Als ich Jana das letzte Mal sah, habe ich gerade Dia Hell in den Wald verfolgt“, begann er geradeheraus Janas Eltern zu offenbaren. „Ich wollte ihn töten und Jana hat mich dabei gesehen. Sie wollte mich aufhalten und ich habe die Befürchtung, dass sie mir gefolgt ist. Und… dass sie es war, die Dia Hell gefunden hat. Oder er sie. Die Spuren, die ich vorher gefunden hatte, gehörten jedenfalls ihm.“


Im nächsten Moment hatte Jin ihn am Kragen gepackt und gegen die Hauswand geschleudert.
     „Warum hast du ihn dann nicht erschossen?“, wollte er wissen.
     Es war eine Frage, die sich Rahn noch viele Jahre seines Lebens stellen würde. Und er hatte keine Antwort darauf. Weder jetzt, noch in späteren Jahren. Alles, was er tun konnte, war, betroffen dreinzuschauen.


„Hör auf damit!“, war plötzlich eine Stimme zu hören, die Jana gehörte. Sie war aus dem Haus gekommen und es war das erste Mal, seitdem sie sie gefunden hatten, dass ihre Stimme klar, deutlich und fest klang. Dass sie im Diesseits war. „Das geht euch alle nichts an!“
     Sie hatte nicht einmal davon gesprochen, was ihr wiederfahren war, obwohl es für sie alle offensichtlich war. Dementsprechend hatte sie auch nicht verraten wollen, wer ihr das angetan hatte. Sie hatte nur geschwiegen oder den Kopf geschüttelt und mit gebrochener Stimme gesagt, dass sie nicht darüber reden wollte.


Doch die meiste Zeit über war sie abwesend. So, als ob sie gar nicht da war. Auch jetzt, als sie gesagt hatte, was sie zu sagen hatte, driftete ihr Blick wieder in die Leere ab, die sie erfüllte, seitdem sie aus dem Wald zurückgekehrt war.
     Einen Moment lang war es still. Jin hatte Rahn inzwischen wieder losgelassen und beide bedachten Jana nun mit ihrem bedauernden Blick. Sie alle taten das. Sie alle waren so hilflos, wussten nicht, wie sie mit dieser Situation umgehen sollten.


Außer Wulfgar. Er war es dann auch, der sich schließlich an Jana wandte und sagte: „Ich weiß nicht, wie ihr das hier handhabt, aber eigentlich überall, wo ich hingekommen bin, hatte die Familie oder auch die Frau selber, ein Recht auf Blutrache, wenn ihr so etwas angetan wurde.“
     Lu erschrak darüber und Elrik tat es auch. Er hatte ja schon befürchtete, dass es sich in diese Richtung entwickeln würde. Schlimm genug, dass es am Ende tatsächlich Dia Hell gewesen war. Jetzt jedoch würde seinem Vater nichts mehr im Weg stehen, um seinem Feind endlich den Garaus zu machen.


Da Jana nicht reagierte, antworteten ihre Eltern an ihrer statt. „Ja, ich will, dass er dafür blutet“, sagte Dana mit gebleckten Zähnen zu Jin und der erwiderte das mit einem grimmigen Nicken.


„In Ordnung. Ich werde unsere Leute bewaffnen und dann gehen wir rüber, um ihn bezahlen zu lassen“, pflichtete Tann ihnen bei.
     ‚Natürlich… Fehlt nur noch, dass du sagst, dass es lange überfällig war‘, dachte Elrik bitter.
     Er war für einen Moment erschrocken, aber er hatte sich schnell wieder gefangen. Eine Eigenschaft, die er sich nach Akaras Abfuhr angewöhnt hatte. Und das war auch nötig. Denn obwohl es nicht geplant gewesen war, dass er jetzt schon handelte, war dies der Moment für ihn, einzuschreiten. Bevor die Sache eskalieren konnte.


Also trat er an seinen Vater heran und sagte: „Nein, das wirst du nicht tun!“
      Das gefiel seinem Vater natürlich überhaupt nicht. Bevor er aber etwas sagen konnte, schnitt Elrik ihm das Wort ab: „Denn du wirst diesen Stamm nicht länger anführen! Ich fordere dich heraus, mit mir um die Stammesführung zu kämpfen!“
     Es war sein Recht, das zu tun. Jeder, der mit den Methoden des Stammesführers nicht einverstanden war, konnte das tun. Wer zuerst zu Boden ging, verlor. Natürlich hieß das nicht, dass auch wirklich jeder, der stärker war als ihr Stammesführer, ihn ablösen konnte, aber Elrik hatte die nötige Unterstützung dafür. Es war lange geplant gewesen. Er hatte, seitdem sie sich dazu entschlossen hatten, ununterbrochen trainiert und jetzt war es endlich soweit.


Als der Schamane, wie vereinbart, seine Zustimmung in Form eines Nickens gab, wusste Tann, dass er keine andere Wahl hatte. Er ließ Lu einen missbilligenden Blick zukommen, beließ es aber dabei.
     „Tut mir leid, Jin und Dana, ich muss das hier erst klären, bevor ich euch helfen kann.“
     Jin starrte Elrik beinahe vernichtend in Grund und Boden und Dana versuchte sich ebenfalls daran, aber dann gaben auch sie ihre Zustimmung.


Sein Vater bezog daraufhin vor ihm Aufstellung und für einen Moment war sich Elrik plötzlich nicht mehr so sicher, dass er ihm gewachsen war. Tann war noch immer größer als er und er war nicht gerade dafür bekannt, schwach zu sein. Er hatte seine Position nicht zu Unrecht inne.
     Dann jedoch erinnerte Elrik sich daran, wofür er das tat und das gab ihm neue Kraft. Er stellte sich etwas breiter hin, hob die Fäuste und dann empfing er den ersten Schlag seine Vaters. Er wehrte ihn mit seiner Rechten ab, woraufhin er die Faust seines Gegners für einen Moment fest im Griff hatte. Dann jedoch entzog sich sein Vater ihm wieder und ging erneut in den Angriff über. 
     Elrik wich einem weiteren Schlag aus und dann machte er davon Nutzen, was ihn eigentlich seinem Vater unterlegen machte: er war kleiner als sein Gegner. Geschickt entging er jeglichen Angriffen, bis er seinem Kontrahenten nahe genug war, um dessen Bein zu packen. 


Ein kräftiger Ruck, mit dem Tann nicht gerechnet hatte, genügte, dann ging er tatsächlich zu Boden und Elrik hatte gewonnen.
     Er wusste, dass er seinem Vater in einem Kräftemessen niemals gewachsen gewesen wäre. Er hatte auf Schnelligkeit, Wendigkeit und Überraschung gesetzt. Dennoch war er erstaunt, dass es so einfach gewesen war. Er hatte seinen Vater sehr viel besser und vor allen Dingen gewitzter in Erinnerung, was den Kampf anging.


Doch ihm blieb überhaupt nicht die Zeit, um sich weiter damit zu befassen, warum das so war. Sein Vater hatte sich inzwischen wieder erhoben und obwohl er einen Moment so aussah, als würde er den Ausgang des Kampfes nicht anerkennen, sagte er schließlich: „Du hast gewonnen. Dann zeig mir auch, dass du es besser machen wirst als ich!“
     Dann baute er sich vor Jin und Dana auf, die Elrik noch immer grimmig anstarrten. „Was wirst du jetzt also tun? Wirst du ihnen ihre Rache verwehren?“


 „Nein, aber das steht auch gar nicht zur Debatte“, entgegnete Elrik, bevor er sich abwandte und zu Jana hinüberging. „Du bist es, der Unrecht getan wurde, Jana. Deshalb frage ich dich: Was willst du?“


Da kehrte Jana zu ihnen zurück und als ihr entschlossener Blick ihn traf, wusste er die Antwort auch so.
     „Ich will Rache!“, knurrte sie.


Kurz darauf fanden sie sich also vorm Haus der Hells wieder. Sie waren zu neunt und sie waren fast alle bewaffnet, so, wie Tann es gewollt hatte. Der einzige Unterschied war, dass Elrik das angeordnet hatte und dass er es war, der als neuer Stammesführer nun an die Tür des Nachbarhauses klopfte und der für sie sprach.
     „Dia Hell! Wir wissen, was du Jana angetan hast! Komm raus und stell dich!“, forderte er.


Er rechnete nicht einmal mit einer Antwort, aber tatsächlich war der Angesprochene dreist genug, um durch die Tür hindurch zu entgegnen: „Warum sollte ich?“


 „Wenn du nicht freiwillig rauskommst, werden wir dich dazu zwingen müssen.“


Elrik dachte, dass er nicht noch dreister werden würde, aber er belehrte ihm eines Besseren. „Ja, sicher! Was wollt ihr denn machen? Mein Haus niederbrennen? Das traut ihr euch doch sowieso nicht!“


Er wusste wirklich nicht, ob das einfach nur Dreistigkeit oder doch schon Dummheit war. Aber Elrik hatte es auch gar nicht nötig, Häuser niederzubrennen. Nicht, wenn er Verbündete auf der anderen Seite hatte. 
     „Nun gut. Dann lässt du uns keine andere Wahl“, sagte er die vereinbarte Formel.


Er hörte Dia Hell lachen und er wusste, dass es ihm bald schon vergehen würde. 
     „Du und welche Armee?“


Wie aufs Wort, erhoben sich da doch tatsächlich Wirt und der alte Cain, um ihm die Stirn zu bieten. Sie hatten doch nicht wirklich den Nerv, sich mit ihm anzulegen? Das hatte ihnen in der Vergangenheit schon nicht gut getan.
     „Du hast lange genug Schandtaten begangen, Dia! Wenn du nur einen Funken Anstand hast, wirst du jetzt da rausgehen und dich deinen Taten stellen!“, forderte Cain.
     Was ihn jedoch überhaupt nicht beeindruckte. „Ach, ja, und wer will mich dazu zwingen? Du etwa, alter Mann?“


Da zückte Wirt sein Messer und verkündete: „Ich bin auch noch da!“
     Dia ließ seinem Jüngsten einen vernichtenden Blick zukommen. „Ich wusste, dass ich dich bei deiner Geburt hätte ersäufen sollen!“


Dann rief er in den hinteren Teil des Hauses hinein: „Griswold! Komm her und bring Waffen mit!“ Wenigstens einer seiner Söhne war zu etwas zu gebrauchen.


Doch zu seiner schlechten Überraschung kam Griswold zwar, stellte sich jedoch auf die falsche Seite.
     „Was soll das werden?“, wollte Dia von dem Sohn wissen, der eigentlich immer auf seiner Seite gestanden hatte.
     „Ich werde Greta wegen dir bestimmt nicht verlassen“, erklärte Griswold entschlossen.
     Dia hatte dafür nicht einmal mehr Worte übrig. Schlimm genug, dass sein Sohn sich von einer Frau um den Finger wickeln ließ. Er hatte wohl versäumt, ihm beizubringen, dass es andersherum zu laufen hatte und er sich als Mann gefälligst nehmen sollte, was er wollte.


Jetzt jedoch sah er sich einem anderen Problem gegenüber. Er hatte damit gerechnet, dass die vom Uruk-Stamm zu feige sein würden, um das Haus niederzubrennen, während seine Familie mit ihm darin war. 
     Dass die sich mit denen verbündeten, war jedoch nicht so vorgesehen gewesen. Er wusste ja, dass Cain immer wieder versucht hatte, sich gegen ihn aufzulehnen und die Köpfe der Jungs mit Flausen zu füllen, aber er hatte immer gedacht, dass Wirt viel zu feige war, um sich gegen ihn zu stellen. Und dass wenigstens Griswold auf seiner Seite stand.
     Anscheinend hatte er da aber falsch gedacht. Und das bedeutete, dass er jetzt in der Klemme steckte. Nicht, dass er daran dachte, aufzugeben. Verbissen ließ er den Blick schweifen, bis Leah in den Fokus seiner Aufmerksamkeit geriet. Sie war so abwesend wie eh und je.


Bevor irgendjemand reagieren konnte, hatte er sich die Mutter seiner Kinder geschnappt, an der er die letzte Zeit ziemlich das Interesse verloren hatte, und hatte ihr sein Messer an den Hals gesetzt.
     „So, jetzt können wir weiterreden“, sagte er und er konnte sich ein hämisches Grinsen über die empörten Gesichter, die ihn ansahen, nicht verkneifen. „Ich werde jetzt da rausgehen, aber weder ihr, noch die da draußen werden mir etwas tun, sonst wird es Leah hier schlecht gehen.“


Sie alle knurrten ihn an, aber niemand konnte etwas gegen ihn tun. Weder die im Haus, noch die draußen. Es war ihm beinahe eine noch größere Genugtuung, als er denen vom Uruk-Stamm in die blöden, verdutzten und wütenden Gesichter sehen konnte.
     Der mit dem Bogen hatte auf ihn angelegt, traute sich aber nicht zu schießen, der Mistkerl, der ihn geschlagen hatte, machte sogar einen Schritt auf ihn zu und Wirt versuchte auch, sich ihm einmal von hinten zu nähern. Aber als er das Messer daraufhin näher an den Hals seines Opfers brachte, unterließen sie das wieder und blieben brav stehen.


Elrik derweil konnte nicht fassen, dass es Dia Hell immer wieder schaffte, noch ein Stück dreister zu werden. Aber auch er war noch nicht fertig.
     Er sah, dass die Frau, die Dia als Geisel hielt, noch immer ihr Messer hatte. Also wandte er sich direkt an sie. „Leah, ich bin es, Elrik. Wir haben einmal miteinander geredet, erinnerst du dich daran?“
     Das hatten sie in der Tat. Oder zumindest hatte Elrik es versucht, während sie ihn größtenteils ignoriert hatte. Er war nur zweimal bei den Hells Zuhause gewesen. Einmal als Kind und das zweite Mal mit Aan zusammen, als er Wirt dazu überredet hatte, sie zu seinem Großvater zu bringen. Er war es gewesen, der Aan das Lesen und Schreiben beigebracht hatte und über Nachrichten hatten sie die letzte Zeit über fleißig geplant, wie sie Dia Hell stürzen würden. Es war nur alles etwas schneller und unerwarteter gekommen als geplant.
     „Weißt du, du musst dir das von ihm nicht gefallen lassen“, fuhr Elrik fort. „Du kannst dich gegen ihn wehren. Du kannst dich von ihm befreien. Er hat dich lange genug gequält.“


„Vergiss es!“, mischte sich Dia ein. „Ich habe sie gut abgerichtet. Sie wird dir nicht antworten. Sie hört dich nicht einmal.“
     Doch Elrik sah, dass sie ihn sehr wohl hörte. Obwohl Leah bislang unbeteiligt dreingeschaut hatte, weiteten sich ihre Augen plötzlich und dann war ihre Hand langsam und unauffällig zu ihrem Messer gewandert, das an ihrem Gürtel hing.


Im nächsten Moment waren es dann Dias Augen, die sich weiteten, als Leah ihr Messer beinahe unmerklich in seinem Bauch versenkte. Sie traf nicht genau mittig, aber dennoch begann sich sofort ein riesiger, dunkler Fleck an der Stelle auszubreiten, an der ihr Messer steckte.


Für einen Moment waren sie alle davon überrascht und erstarrt, dann jedoch ging alles drunter und drüber. 
     Dia stieß seine Geisel von sich, genau in Rahns Schussfeld und während Jin die Frau gerade noch so auffangen konnte, machte sich Dia davon. Und obwohl er verletzt war, war er erstaunlich schnell. Er suchte vor dem ersten Pfeil, den Rahn schoss, Deckung hinter der Haustür und dann war er um die Hausecke verschwunden.


Sie setzten ihm unverzüglich nach, aber Dia hatte bereits einen erstaunlich großen Vorsprung. Anstatt auf den weiter entfernten Wald zuzuhalten, versuchte er sein Glück dabei, den nähergelegenen Hügel zum Strand zu nehmen. 
      Er hatte ihn beinahe erreicht und glaubte sich bereits in Sicherheit, doch hatte er die Rechnung ohne Aan gemacht. Der Junge war bislang verschwunden gewesen, musste aber anscheinend gehört haben, was geschehen war. Er war wie aus dem Nichts aufgetaucht und obwohl Dia sehr viel schneller war als er, fing Aan ihn in gerader Linie ab und schaffte es mit einem letzten Sprung dann, ihn zu rammen.


Sie alle sahen das, während sie näherkamen. Und sie sahen auch, wie der sehr viel schmächtigere Aan es schaffte, den sehr viel stärkeren Dia am Hals zu fassen zu bekommen. Auch Jana sah das. Doch sie wollte das nicht sehen. Sie wollte nicht sehen, wie Aan für sie zuschlug oder wie er den Mann würgte, gegen den sie selber machtlos gewesen war. Wie er ihm wehtat. Wie er ihn töten wollte.
     Sie hatte Angst gehabt, als Dia Hell aufgetaucht war, aber jetzt rannte sie trotzdem auf ihn zu. Folgte den Anderen. Sie hatte noch immer Angst, aber sie tat es trotzdem. 
     Doch der Schreck drohte, sie zu übermannen, als Dia es schaffte, Aan mit einem Tritt von sich zu bekommen. Sie sah ihn zu Boden gehen und sie war erleichtert, als Dia nicht wieder auf ihn losging, sondern lieber versuchte, sein Heil in der Flucht zu suchen.


Da setzte Rahn dann wieder an. Er brauchte keine Sekunde, um zu zielen. Diesmal zögerte er auch nicht. Die Sehne schnellte nach vorne und sein Pfeil fand sein Ziel in Dias Bein.


Während der stolperte, hielt nun auch Jin an und legte mit seinem Speer nach. Was ihn zuvor hatte straucheln lassen, sandte Dia diesmal endgültig zu Boden. Und er würde nicht wieder aufstehen. Dafür hatten sie gesorgt.


Als sie ihn schließlich erreichten, hatte er den Pfeil bereits wieder entfernt, der Speer jedoch ragte noch immer aus seinem rechten Bein. Um den kümmerte sich jetzt Tann, bevor der Flüchtige auf die Idee kommen konnte, ihn gegen sie zu verwenden.
     Der hatte sich inzwischen umgedreht und sah seinem alten Feind nun mit grimmiger Entschlossenheit entgegen. „Na los! Bring es zu Ende!“, forderte er Tann auf. „Ich fürchte den Tod nicht!“
     „Auch wenn ich bereue, dich nicht gleich getötet zu haben, werde ich dich auch jetzt nicht töten“, erwiderte Tann kalt. Dann hielt er inne und nickte Jana hinter sich zu. „Dieses Recht gebührt ihr.“


Er machte Jana Platz und als Dia sie bemerkte, sah er für einen Moment tatsächlich erschrocken aus.


Dann jedoch hatte er wieder ein widerliches Grinsen aufgesetzt. „Das traust du dich doch gar nicht, kleines Mädchen, nicht wahr?“
     Jana hatte gedacht, dass sie vor Angst erstarren würde, aber als sie jetzt vor ihm stand, fühlte sie sich nur noch leer. Da war keine Wut, keine Angst mehr in ihr. Nur noch grimmige Entschlossenheit. Sie musste es hinter sich bringen. Sie würde ihn töten.


Also ging sie auf ihn zu, bevor er noch etwas sagen konnte oder die Erinnerungen an das Vergangene sie einholen konnten. Sie holte aus, stach zu und versenkte ihr Messer beinahe bis zum Schaft in seinem Hals. 
     Er hatte abwehrend die Hand gehoben; sie wagte nicht, ihm ins Gesicht zu sehen. Doch als sie es jetzt tat, sah sie nur noch, wie sich die grünen Augen verdrehten, bevor sie glasig wurden. Dann war es vorbei und er fiel zurück.


Doch für sie fing es damit gerade erst an. Sie sah kein Blut, keine anderen Leute. Da war nichts mehr um sie herum. Nur noch sie und die grünen Augen, die sie vor nicht allzu langer Zeit angesehen hatten. So voller Schadenfreude. So voller Gier. Jetzt waren sie leer, aber Jana war wieder voller Angst.


Sie setzte sich auf ihn, versenkte das Messer ein zweites Mal in seinem Hals. Wieder und immer wieder. Sie wollte, dass sie leer blieben. Sie musste verhindern, dass er wieder aufwachte. Dass er ihr wieder wehtun konnte. Ihr das antun konnte. 


Der Schock, den Aan empfunden hatte, als er gehört hatte, was Jana wiederfahren war und der zurückgekehrt war, als sie Dia getötet hatte, flaute ab, als er nun sah, wie Jana noch immer litt. Sie stach auf den Toten ein, aber es wurde nicht besser. Und niemand kam ihr zu Hilfe. Sie hatte noch immer Angst. Warum nur sah das niemand?


Also ging er zu ihr und hielt sie zurück. „Hör auf! Er ist tot“, sagte er.
     Jana erstarrte und ließ das Messer fallen. Im nächsten Moment war sie wie gestochen von dem Toten zurückgeschreckt. Sie konnte das nicht mehr sehen.


Also hatte sie sich erhoben und demjenigen zugewandt, der jetzt vor ihr stand. Sie brauchte einen Moment, bevor sie erkannte, dass es Aan war. 
     „Was… was machst du denn hier?“, hörte sie sich mit zittriger Stimme sagen und sie verfluchte sich dafür.
      Sie wollte nicht, dass er es hörte. Dass er sie so sah. Doch er antwortete nicht. Sie versuchte, Wut aufzusetzen, aber es klappte nur unzureichend.
      „Ich hab dir doch gesagt, dass ich nichts von dir wissen will!“, ging sie ihn an. „Warum bist du hier?“


Er ließ die Schultern hängen, aber sie konnte das gerade nicht sehen. Sie wollte nur noch, dass es endete. Sie wollte, dass es aufhörte. Sie war es so leid, Angst zu haben. Schwach zu sein.


Also ging sie auf Aan los. Bevor sie wusste, was sie tat, hatte sie ihn niedergeworfen. Dann saß sie auf ihm und ließ Schlag um Schlag auf sein Gesicht niedergehen.
     „Ich hab dir gesagt, dass du aufhören sollst, verdammt! Ich hab's dir immer wieder gesagt, dass es gefährlich ist! Aber du wolltest ja nicht hören!“ 
     Sie riss ihm die Augenklappe ab. „Du musstest dir ja wehtun, du Idiot! Und das ist alles meine Schuld! Hast du je dran gedacht, wie ich mich deswegen fühl? Ich wollt nur, dass du sicher bist, aber du lässt mich dich nicht beschützen! Du bringst dich immer nur Gefahr und jetzt siehst du mich an, als ob ich schwach bin! Ich bin aber nicht schwach, hörst du? Ich kann sehr wohl auf dich und mich aufpassen! Also wag nicht, mich als schwach anzusehen, nur, weil ich eine Frau bin und du ein Mann, kapiert?“


Sie wusste, dass ihre Wut nicht ihm galt. Sie war so wütend, dass man ihr das angetan hatte. Ihr aufgezeigt hatte, wie schwach und chancenlos sie gegen einen Mann sein konnte. Aber sie wollte nicht schwach sein. Sie wollte nicht als schwach angesehen werden und sie wollte nicht, dass Aan sie so sah. 
     Verdammt nochmal!, schrie sie ihre Wut hinaus.
     Und es fühlte sich so gut an, endlich wieder wütend zu sein. Keine Angst mehr haben zu müssen. Endlich war sie wieder frei.


Also stoppte sie ihre Schläge und erhob sich dann wieder. Einen Moment lang hatte sie tatsächlich damit zu kämpfen, sich wieder zu beruhigen. 
     Dann streckte sie Aan die Hand hin. Während sie ihn geschlagen hatte, hatte er sich nicht einmal gewehrt und auch jetzt sah er sie ohne jegliche Vorwürfe, ohne jegliche Emotionen an und dafür war sie ihm dankbar. Sie wusste, dass sie vor ihm niemals Angst haben musste.
     Er ergriff ihre Hand und ließ sich von ihr aufhelfen, aber auch danach ließ sie ihn nicht mehr los. Sie hatte ihm wehgetan und jetzt war es an der Zeit, das wiedergutzumachen.


„Entschuldige, dass ich dich geschlagen hab“, begann sie. 
     Und dann wurde es schwer für sie. Sie schlug verlegen die Augen nieder. „Die Wahrheit ist, dass ich nicht wollte, dass du jagen gehst, weil ich es mag, dass du friedlich bist. Ich brauch deine friedliche Art, weißt du. Manchmal bin ich einfach so wütend und dann brauch ich jemanden, der mich beruhigt.“ Sie sah ihn festeren Blickes wieder an. „Deswegen wollt ich nicht, dass du jagen gehst, verstehst du? Ich will nicht, dass du irgendwas tötest, weil dann wärst du… einfach nicht mehr du.“


Dann ließ sie ihn schließlich wieder los und obwohl sie es nicht gedacht hätte, gelang es ihr sogar, für ihn zu lächeln. 
     Aan sah sie noch einen Moment länger neugierig an, sein eines Auge gesund, das andere trüb und blind. Dann aber zog er plötzlich den Kopf ein. „Ich glaube, es gibt da etwas, das ich erzählen sollte…“ 
     Er drehte sich zu den anderen Anwesenden um, die bislang nur schweigend zugeschaut hatten und gestand: „Die Sache mit meinem Auge… die Wahrheit ist, dass ich damals im Wald geheult habe, weil ich Angst hatte, allein zu sein. Ich muss etwas an den Händen gehabt haben, weil mein eines Auge plötzlich anfing zu brennen wie verrückt, als ich meine Tränen trocknen wollte und bevor ich Wasser finden konnte, habe ich schon nichts mehr darauf gesehen. Es ist also nicht Janas Schuld.“


Er hatte nur nie gewusst, dass Jana sich überhaupt all die Jahre die Schuld daran gegeben hatte. Sonst hätte er das viel früher erzählt.
     „Tut mir leid, dass ich es dir nicht erzählt habe“, sagte er kleinlaut an Jana gewandt. „Aber ich habe mich so vor dir geschämt.“
     Doch die schlug nur unbeeindruckt aus. „Und wenn schon! Du bist trotzdem nur wegen mir in den Wald gegangen! Hätte ich nicht den Bogen gebaut und euch angestiftet, wärt ihr nie allein in den Wald gegangen! Sie verstummte für einen Augenblick. Naja, das ist ja jetzt auch egal…“


Aan wollte etwas dazu sagen, doch da fiel ihm plötzlich auf, dass die Angst auf Janas Gesicht zurückgeschlichen war.
     „Ich… würd jetzt gern zurück nach Hause gehen….“


Sie gingen zurück nach Hause. Aan bekam seine Augenklappe wieder und Jana ihre Fassung.
     „Weißt du, was mich am meisten nervt?“, sagte sie, als sie und Aan am Abend zusammensaßen. „Die Blicke der Anderen. Wie sie mich bedauernd anstarren. Ich hasse das.“
     Es stimmte. Bis auf Wulfgar hatte niemand den Anstand, sie nicht die ganze Zeit betroffen anzustarren. Es wagte zwar niemand, es anzusprechen, aber das Starren war auch so schon schlimm genug. Sie würde sich davon erholen, sie würde nie zulassen, dass Dia Hell sie unterkriegen würde, aber die Blicke würden sie wohl ewig verfolgen.


Draußen war Elrik derweil damit beschäftigt, die Hell-Jungs zu verabschieden. Zu seiner Verwunderung war auch sein Vater zugegen, auch wenn er nur damit beschäftigt war, mit Griswold böse Blicke zu tauschen. Obwohl der Älteste von Dias Söhnen ihnen im Endeffekt geholfen hatte, hielt er dennoch nicht viel vom Uruk-Stamm. Elrik hoffte nur, dass er dennoch ein besserer Nachbar werden würde als sein Vater. Denn es sah nicht danach aus, dass die Hells wieder fortgehen würden.
      Aber immerhin bestand jetzt endlich die Chance auf Frieden. Elrik hatte endlich die Führung über den Stamm inne und Dia Hell war nicht mehr. Sie hatten ihn ins Meer geworfen, auch wenn Lu arge Bauchschmerzen hatte, dass sein Geist sie heimsuchen kommen würde. Aber auch er hatte einsehen müssen, dass er keine Beerdigung verdient hatte. Stattdessen war der Schamane fleißig dabei, Rituale zur Geisterbesänftigung abzuhalten.
     „Wo sind eigentlich eure Schwestern?“, fragte Elrik gerade.
     Vor allen Dingen, wo Akara steckte, interessierte ihn. Doch mit dem, was Wirt dann sagte, hatte er nicht gerechnet: „Dein Vater hat sie zu einem der anderen Stämme gebracht.“


Elrik glaubte, sich verhört zu haben. Er musste sich erst selber bei seinem Vater versichern. „Du hast sie weggebracht? Warum weiß ich nichts davon?“
     Tann unterbrach sich im Anknurren und antwortete: „Du hast nicht gefragt. Außerdem dachte ich, dass diese…“, er überlegte, „das Mädchen, das du als Gefährtin haben wolltest, dir Bescheid gesagt hätte.“
     „Sie wollte nichts mehr mit mir zu tun haben wegen dir!“, ereiferte Elrik sich. „Du lässt sie also nicht bei uns wohnen, bringst sie aber bei einem der anderen Stämme in Sicherheit? Warum?“


„Um den Stamm zu schützen. Alles, was ich tat, tat ich immer nur, um den Stamm zu schützen. Ich dachte, das wäre das Erste gewesen, was ich dir beigebracht hätte. Für einen Stammesführer ist die Sicherheit seiner Leute das oberste Gebot. Selbst, wenn man dafür etwas tun muss, das man selber eigentlich nicht tun will. 
     Versteh mich nicht falsch, Elrik, mir hat das auch nicht gefallen, dir verbieten zu müssen, dieses Mädchen zur Gefährtin zu nehmen. Ich wusste, dass ich dich damit wahrscheinlich sogar dazu zwinge, von hier fortzugehen. Mir hat es ebenso wenig gefallen, das Mädchen abzuweisen, als es mit einem blauen Auge zu mir kam und um Schutz bat. Aber das war der Preis, den ich bezahlen musste, um den Stamm zu schützen. Denn darum geht es. Nicht um die eigenen Bedürfnisse oder um die einzelner, sondern um die Bedürfnisse aller.“
     Er machte eine Pause, in der er selber nachdenklich wirkte, bevor er abschließend hinzufügte: „Ich hoffe, dass du das in Zukunft auch beherzigen wirst, wenn du den Stamm anführst.“


Er bedachte Elrik mit einem letzten, eindringlichen Blick, und es war das erste Mal, dass Elrik seinen alten Vater darin wiedererkannte, bevor er ohne ein weiteres Wort zu verlieren nach drinnen ging.


Griswold hatte dafür nur einen verächtlichen Laut übrig, bevor auch er abdrehte. „Lass uns gehen, Wirt!“
     Wirt ließ seinem Freund noch einen entschuldigenden Blick zukommen, dann folgte er seinem Bruder.


Und zurück blieb nur Elrik mit sich allein und seinen Gedanken. Hatte er seinen Vater die ganze Zeit über vielleicht falsch eingeschätzt? Er fragte sich auch schon die ganze Zeit, ob er ihn nicht etwa ihren Kampf hatte gewinnen lassen. Denn es stand außerfrage, dass sein Vater viel kräftiger war und besser kämpfen konnte als er. Nur war Elrik schleierhaft, warum er das machen sollte.
      Und was am wichtigsten war: Würde er es schaffen, ein besserer Stammesführer zu werden als sein Vater? So, wie er es immer von sich behauptet hatte? 
___________________________

Hier weiterlesen -> Kapitel 49 

Hm, auch nach diesem Kapitel fehlen mir ein bisschen die Worte. Ich fühle mich noch immer schlecht Jana gegenüber. Sicher, dem Jana-Sim ist im Spiel ja nichts passiert, aber ich fühle mich so mies, ihr das geschichtlich angetan zu haben :(

Die Sache mit Dia Hell ist jetzt also wohl ausgestanden. Elrik und Lu haben beide hinter den Kulissen die letzte Zeit viel mit ihrem Plan zugebracht, Dia Hell zu stürzen. 
Unterstützung bekamen sie da von Aan, der als schlauer Sim ein Weilchen bei dem alten Cain geblieben ist und ihm zugehört hat, und von ihm dabei das Schreiben erlernte. 
Auf der anderen Seite waren da natürlich Cain selber und Wirt, die ebenfalls bereit waren, sich mit Elrik und Co. zu verbünden, um den tyrannischen Hausherren zu stürzen. 
Es passte da ganz gut, dass Greta sich Griswold angelacht hat. Ihr erinnert euch vielleicht noch, damals am Strand, als herauskam, dass sie noch lebte, war sie nicht allein. Da war Griswold bei ihr. 
Das wiederum hat Greta ihrem Bruder erzählt und der hat es Lu erzählt. Vielleicht erinnert ihr euch noch an den einen Tag im Wald, in der sich die beiden nähergekommen sind. Da waren sie ursprünglich ja unterwegs zu den Blums und das aus diesem Grund. Damit Lu sich versichern konnte, dass sie mit Gretas Hilfe vielleicht den letzten von Dias Verbündeten auf ihr Seite holen konnten. 
Und Elrik hat seitdem fleißig trainiert, um seinen Vater herausfordern zu können. Vielleicht habt ihr ihn das ein oder andere Mal im Hintergrund dabei gesehen.
So oder so, Dia Hell wäre früher oder später gestürzt worden. Hätten Elrik und Co. sich nur mal ein bisschen beeilt...

Die Dia-Ära geht also zu Ende und auch Tann gibt jetzt doch endlich das Zepter an Elrik weiter. Nächstes Mal geht es dann auch heiterer weiter und wir werden sehen, wie sich Elrik als neuer Anführer des Uruk-Stammes so macht.

Ich habe mal alle von den Hells bei den Charakteren einzeln hinzugefügt und diverse Aktualisierungen vorgenommen.

Bis dahin, danke fürs Vorbeischauen, Lesen und Kommentieren, und ich verabschiede mich. Einen schönen Maifeiertag wünsch ich euch morgen!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Prolog

  Ich werde ziemlich unterschiedliche, auch weniger schöne Themen behandeln, dabei aber ohne Blut oder bildhafte Darstellungen von ...